Fachwerk in Northeim

Northeim besticht durch seinen großen Anteil an Sichtfachwerk. Im älteren, östlichen Teil der Altstadt bieten der Entenmarkt mit den großen Renaissance-Bauten und die Holzhäuserstraße mit den niedrigen Ackerbürgerhäusern eindrucksvolle Einblicke in das mittelalterliche Leben. Hier stehen die Häuser in Zeilen eng zusammen. Die ältesten gotischen Fachwerkhäuser der Stadt sind in der Nähe des Benediktinerklosters St. Blasien und der St. Sixti-Kirche zu finden. Insgesamt ist das Northeimer Fachwerk eher schlicht und Schmuck nur zurückhaltend eingesetzt. Der überwiegende Teil der Gebäude stammt aus den jüngeren Stilepochen. Der Grund dafür liegt in mehreren verheerenden Großbränden, die ganze Häuserzeilen und 1832 sogar das historische Fachwerk-Rathaus vernichteten. Beim Wiederaufbau entstanden geschlossene Häuserzeilen im klassizistischen Stil.

Häuserzeilen und Einzelbauwerke

Das Kassebeersche Haus in der Breiten Straße 37 wurde 1566 im spätgotischen Stil errichtet. 1605 bauten die Eigentümer eine Utlucht – einen befensterten Vorsprung – im Renaissancestil an. Die linke Haushälfte zeigt noch die über zwei Geschosse reichenden Ständer und das hohe Eingangstor. Die rechte Haushälfte mit der Utlucht ist reich mit Renaissanceschmuck, wie Zahnleisten, Perlstäben und Blendarkaden verziert. Der Oberstock trägt einen Fries aus Fächerrosetten, wie es für die Spätgotik typisch ist.

Im älteren, östlichen Teil der Altstadt bieten der Entenmarkt mit den großen Renaissance-Bauten und die Holzhäuserstraße mit den niedrigen Ackerbürgerhäusern eindrucksvolle Einblicke in das mittelalterliche Leben. Die Häuser stehen in Zeilen eng zusammen. In der Neustadt, im westlichen Teil der Altstadt, stehen die Bauten eher als Solitäre.

An die Marktkapelle St. Fabian und St. Sebastian wurde 1734 in typischer klassizistischer Fachwerkarchitektur die Alte Wache angebaut. Sie diente als Garnisonswache für die Stadtkommandanten.

Fachwerk ist in Northeim zumeist schlicht

Insgesamt ist das Northeimer Fachwerk schlicht und Schmuck nur zurückhaltend eingesetzt. Bescheiden finden sich dennoch alle Schmuckmotive der großen Stilepochen. Annähernd zwei Drittel (225 Gebäude) der Fachwerkhäuser stammen aus den jüngeren Stilepochen Klassizismus, Gründerzeit und Eklektizismus. Der Grund dafür liegt in mehreren verheerenden Großbränden, die ganze Häuserzeilen und 1832 sogar das historische Fachwerk-Rathaus vernichteten. Beim Wiederaufbau entstanden geschlossene Häuserzeilen im klassizistischen Stil. Der Anteil an Sichtfachwerkhäusern an der Gesamtgebäudezahl innerhalb des Mauerrings liegt mit 71 Prozent sehr hoch.

Bildergalerie

Weiter nach Northeim:

Tourist-Information im Reddersen-Haus
Am Münster 6 | 37154 Northeim
Tel.: 05551 / 91 30 66
Email: tourismus@nom-wmt.de
www.northeim-touristik.de

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